Questions Clients Ask Before Starting
Bevor ein neues Messsystem in Betrieb geht, tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Nicht, weil die Technik unklar wäre, sondern weil die Integration in bestehende Prozesse und die Einhaltung von Vorschriften viele Details betrifft. Wir haben die häufigsten Punkte aus den letzten Jahren zusammengestellt.
Welche Kalibrierintervalle sind für die AbwAG-konforme Messung vorgeschrieben?
Die Abwasserverordnung und das Abwasserabgabengesetz schreiben keine starren Intervalle vor, sondern fordern eine „regelmäßige Überprüfung der Messgenauigkeit“. In der Praxis hat sich bei unseren Kunden ein 14-tägiger Turnus für die UV-VIS-Sonde bewährt, bei der pH/Redox-Kombisonde reicht meist ein Monat. Die TD-400 Telemetrieeinheit protokolliert jede Kalibrierung automatisch mit Zeitstempel und Prüfsumme – das erleichtert die Nachweisführung gegenüber der Behörde erheblich.
Wie verlässlich sind die Messdaten bei schwankenden Abwasserzusammensetzungen?
Die UV-VIS Multispectral Sonde arbeitet mit einem Spektrum von 200–750 nm und kann daher mehrere Parameter gleichzeitig erfassen. Störende Einflüsse wie Trübung oder Färbung werden durch eine interne Referenzmessung korrigiert. In einem Chemiepark in Nordrhein-Westfalen haben wir über sechs Monate hinweg eine Abweichung von unter 3 % zum Labornachweis gemessen – bei CSB-Werten zwischen 50 und 1.200 mg/l.
Was passiert bei einem Ausfall der Datenübertragung?
Die TD-400 puffert bis zu 10.000 Datensätze lokal. Fällt die LoRaWAN-Verbindung aus, werden die Messwerte mit Zeitstempel gespeichert und nach Wiederherstellung der Verbindung automatisch nachgesendet. Ein Kunde aus der chemischen Industrie berichtete, dass sein System nach einem dreitägigen Netzausfall alle 2.300 Datensätze lückenlos übertragen hat – inklusive der Prüfsummen für die behördliche Dokumentation.
Lässt sich die Sonde nachträglich in eine bestehende Rohrleitung einbauen?
Ja, die PR-200 ist für den Einbau in vorhandene DN-80-Flansche ausgelegt. Wir liefern ein Anschweißstutzen-Set mit, das die Montage ohne Schweißarbeiten vor Ort ermöglicht. Die automatische Reinigungseinheit benötigt lediglich einen Druckluftanschluss mit 4–6 bar. In einer mittelständischen Kläranlage wurde die Sonde innerhalb von drei Stunden installiert und in Betrieb genommen.
Welche Schulung ist für das Bedienpersonal erforderlich?
Die Bedienung der Sonden erfolgt über ein menügeführtes Display mit Klartextanzeige. Eine Einweisung von zwei Stunden reicht in der Regel aus, um die tägliche Kontrolle und die wöchentliche Kalibrierung durchzuführen. Für die Auswertung der Telemetriedaten stellen wir eine Web-Oberfläche zur Verfügung, die keine spezielle Software erfordert. Bei Bedarf bieten wir einen halbtägigen Vor-Ort-Workshop an.
Hinweis: Die genannten Intervalle und Werte basieren auf Erfahrungen aus der Praxis. Die verbindlichen Vorgaben für Ihre Anlage entnehmen Sie bitte der wasserrechtlichen Zulassung. Wir unterstützen Sie gerne bei der Erstellung eines individuellen Kalibrierplans.